Leckerli-Trend: Backmatten

Leckerli-Trend: Backmatten

Der Do It Yourself Trend aus den USA hat mittlerweile Europa erreicht – das Backen von kleinen Trainingsleckerlis für Hunde und Katzen mit Hilfe von sogenannten Backmatten. Diese Backmatten sind eigentlich dazu gedacht, Fett beim Braten im Backrohr auf zu fangen. Wenn man die Matten umdreht, haben sie kleine Einbuchtungen die die perfekte Leckerli-Größe besitzen.

Gerade jetzt in der Weihnachtszeit kommt man ja förmlich ins Backfieber. Mit Hilfe der Backmatten und Silikonformen kann man leicht und ganz unkompliziert wunderbare Leckerli und Hundekekse produzieren.

Was ist beim Selber Backen zu beachten?

Welche Zutaten sind geeignet?

Man darf hier alles verwenden was vom Tier gut vertragen wird und zum Backen geeignet ist. Von Dosenfutter über Thunfisch bis hin zu Babygläschen lässt sich alles zu Leckerli verarbeiten. Wenn man es schön bunt möchte, kann man mit Spirulina, Kurkuma, rote Beete oder diversen Fruchtpulvern die Leckerli fröhlich einfärben.

Welches Zubehör ist notwendig?

Im Normalfall hat man das notwendige Equipment bereits zu Hause, wenn man gerne bäckt. Backofen, Schüsseln, Mixer/Stabmixer sind heute in fast jeder Küche zu finden. Zusätzlich braucht man natürlich die Backmatten nach Wahl und eine Teigkarte oder Teigflasche um den Teig zu verteilen.

Vorbereitung der Backmatten

Man kann für die Rezepte jede Silikonform benutzen, sofern diese temperaturstabil ist. Bevor man die Silikonprodukte jedoch zum Backen verwendet, sollte man sie im Backrohr bei 200° für einige Stunden „ausdampfen“ lassen (=tempern) , damit keine Weichmacher mehr in die Leckerli übergehen.

Dank BARF bin ich mittlerweile stolze Besitzerin diverser Silikonmatten in allen Formen, Farben und Größen. Sie eignen sich nämlich nicht nur zum Backen sondern auch zum Einfrieren von Joghurt, Kokosöl, und anderen Dingen, die man gerne aber nicht zu oft füttert – so verhindert man, dass die Sachen schlecht werden und es sieht auch noch niedlich aus. 🙂

Die Vorteile dieser Backmethode liegen auf der Hand:

  • Herstellung wirklich kleiner Belohnungs-Leckerlis
  • die Zutaten sind frisch und selbstbestimmt
  • keine künstlichen Konservierungsstoffe und Zusätze
  • man kann auf die Bedürfnisse von allergischen Tieren eingehen
  • durch den flüssigen Teig und die kleinen Einbuchtungen hält sich die Zubereitungs-und Backzeit in Grenzen ( ~20-30 min.)
  • gutes Preis-Leistungsverhältnis – viele Leckerlis mit wenigen günstigen Zutaten, die man fast immer zu Hause hat

Haltbarkeit der selbstgemachten Leckerli und richtige Lagerung

Beim Herstellen der Leckerli verwendet man natürlich keine künstlichen Konservierungsstoffe. Daher sollte man einige Dinge beachten, um die Haltbarkeit zu erhöhen. Je trockener die Leckerlis sind, desto länger halten sie sich. Die Kekse sollten nach dem Backen noch bei niedriger Temperatur (80°C) im Backrohr oder Dörrautomat nachgetrocknet werden, um die restliche Feuchtigkeit zu entfernen. Die Restfeuchte würde die Leckerli innerhalb von wenigen Tagen schimmeln lassen. Man kann sie aber auch gut einfrieren, sollte man gleich größere Mengen produzieren wollen.

Damit die Leckerli länger haltbar sind, muss man darauf achten, dass sie nicht wieder Feuchtigkeit aufnehmen und dadurch anfällig für Schimmel werden. Die Luft im Vorratsgefäß sollte zirkulieren können, damit die Feuchtigkeit entweichen kann. Luftdicht verschlossene Einmachgläser sind daher keine gute Idee. Handelsübliche Keksdosen sind für den Zweck gut geeignet, ebenso wie Nylonsäcke oder leicht geöffnete Behälter. So hat man lange Freude an den Leckereien.

Aber genug gequatscht – auf geht´s zu ein paar Rezepten

Man findet online mittlerweile sehr, sehr viele Rezepte für Leckerli – mit/ohne Fleisch, mit Käse, mit Thunfisch, mit Babygläschen, ohne Getreide – der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

  1. Käse- Leckerli: 
    80 g Parmesan (oder Emmentaler), 3 Eier , Kräuter nach Belieben
  2. Thunfisch-Käse-Kekse: 
    2 Dosen Thunfisch im eigenen Saft,  200g Käse,  4-6 Eier
  3. Kokosmakronen: 
    250 g Topfen (Quark), Kokosraspel (bis die Konsistenz stimmt), 2 Eier, etwas Öl
  4. Ziegenkäse-Kekse:
    100g Ziegenfrischkäse, 20g Kokosmehl, 2 Eier
  5. Waldbeer-Kekse: 
    250g Beeren püriert, 1 TL Kokosfett, 3 Eier , ca. 3 gehäufte EL Haferflocken

Die Zutaten werden zu einem flüssigen Teig gemischt. Ich verwende oft einen Stabmixer, damit der Teig ganz fein wird und man ihn gut in die Backmatte füllen kann. Das macht man ab besten mit einer Teigkarte oder mit Hilfe einer Teigflasche für sauberes Portionieren.

Je nach Größe der Einbuchtungen lässt man die Leckerli 20-30 Minuten bei 160°C backen. Da jedes Backrohr anders ist, muss man das bei den ersten versuchen gut beobachten, damit die Leckerli nicht zu dunkel werden.

FAZIT

Natürlich ist es mehr Arbeit als einfach Leckerli im Zoohandel zu kaufen, aber das Backen macht einfach richtig viel Spaß. Wer jetzt so richtig auf den Geschmack gekommen ist, findet noch viel mehr tolle Rezepte bei den Backmattenfreaks auf Facebook oder in dem Buch zur Gruppe. Mit deren Hilfe entstehen dann ganz wunderbar köstliche weihnachtliche Kreationen für den Hund oder die Katze.

Die Rezepte zu folgenden Keksen kommen demnächst auf meiner Facebook-Seite – ihr dürft gespannt sein 🙂

Ich wünsche Dir viel Spaß beim Nachbacken! 🙂

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