Was ist BARF?

Was ist BARF?

BARFen ist heutzutage in aller Munde. BARFen ist In. In fast jedem Tierfuttergeschäft findet man mittlerweile Tiefkühltruhen mit “BARF-Fleisch” und “BARF-Mixen”. 

BARF kommt aus dem Englischen “Bones and Raw Food“ und wurde im deutschen Sprachraum mit “Biologisch Artgerechtes Rohes Futter“ übersetzt. Doch Barfen bedeutet nicht, einfach nur rohes Fleisch in den Napf zu geben.

Aber … was ist denn nun BARF tatsächlich?

Hunde und Katzen sind Fleischfresser (Karnivore). Das bedeutet, dass der überwiegende Anteil des Futters aus tierischen Quellen stammen muss, da unsere Lieblinge eigentlich Jäger und Beutefresser sind.

Hunde sind fakultative Karnivore und können bis zu einem gewissen Grad auch pflanzliche Komponenten verdauen.

Katzen sind obligate Karnivore, die so gut wie gar nicht in der Lage sind Kohlenhydrate zu verdauen, da bei ihnen die notwendigen Enzyme kaum aktiv sind.

Das nachfolgend aufgeführte Diagramm zeigt, aus welchen Komponenten ein Beutetier am Beispiel Kaninchen besteht:

Da wir bei BARF genau so ein Beutetier nachbauen wollen , besteht eine BARF Ration beim Hund aus 80% tierischem und 20% pflanzlichen Anteil. Bei der Katze besteht die Ration aus 95-98%% tierischem Anteil und <5% pflanzlichen Komponenten.

Die wichtigsten Komponenten sind dabei:

  • Muskelfleisch mit einem Fettanteil von 15-20%
  • Pansen und/oder Blättermagen (beim Hund)
  • Innereien (Leber, Niere, Milz, Herz und Lunge)
  • Rohen Fleischige Knochen (RFK)
  • Obst und Gemüse

Diese Komponenten werden ziemlich genau in jenem Verhältnis gefüttert, in dem sie auch in dem potentiellen Beutetier unserer Haustiere vorkommen (Hund – Kaninchen, Katze – Maus). Da das Beutetier jedoch ein Nachbau ist, braucht man wenige aber doch essentielle natürliche Zusätze, um Fehlendes zu ergänzen (z.B 369 Öl, Seealgenmehl). Das tierische Öl liefert wertvolle Omega 3-Fettsäuren und das Seealgenmehl das Spurenelement Jod.

BARF ist also ein Rohfütterungs-Konzept, das durch das sogenannte Beutetier-Prinzip sicher stellt, dass das gefütterte Tier mit allen Nährstoffen ausreichend versorgt und dadurch ausgewogen ernährt wird. Hier unterscheidet sich BARF wesentlich von einer Rohfütterung ganz ohne Konzept oder der Fütterung von Fertig-BARF-Mischungen, in denen eine Bedarfsdeckung der Nährstoffe meist nicht gewährleistet ist. Kein Beutetier besteht nur aus Muskelfleisch oder Pansen, besitzt keine Innereien und Knochen oder enthält zu 50% Kohlenhydrate.

Wenn man die wenigen aber wichtigen Grundlagen beherzigt und gewisse Dinge beachtet, ist BARFen einfach und leicht um zu setzen.

Wie eine artgerechte und bedarfsdeckende Ration für Dein Tier aussehen kann, zeige ich Dir gerne!