Milchprodukte in der BARF-Fütterung

Milchprodukte in der BARF-Fütterung

Milchprodukte wie Joghurt und Hüttenkäse können eine willkommene Ergänzung und Abwechslung im Speiseplan des Hundes bieten. Sie werden im Normalfall auch sehr gerne gefressen.

Limitierend in der Fütterung von Milchprodukten ist vor allem der hohe Gehalt an Milchzucker (= Laktose). Laktose setzt sich aus zwei Zuckermolekülen zusammen, der Galaktose (Schleimzucker) und der Glukose (Traubenzucker). Damit der Körper den Milchzucker verwerten kann, muss er bei der Verdauung in seine beiden Einfachzucker aufgespalten werden. Zuständig für die Aufspaltung der Laktose ist ein Enzym namens Laktase.

Welpen und Kitten besitzen noch die Fähigkeit Laktase zu bilden. Mit steigendem Alter sinkt bei vielen Tieren die Verträglichkeit von Milchprodukten, da die Menge an produzierter Laktase im Dünndarm nach dem Welpenalter stark absinkt.  So steigt mit dem Alter auch die Wahrscheinlichkeit einer Laktose-Unverträglichkeit.

Ohne Laktase kann von vielen ausgewachsenen Tieren Laktose im Dünndarm nicht mehr vollständig zerlegt werden, so dass es nach übermäßiger Aufnahme zu Fehlgärungen im Dickdarm kommt, begleitet von Durchfall oder weichem Kot.

Das gilt aber nicht für alle Tiere. Viele Tiere die von klein auf regelmässig Laktose über Milchprodukte bekommen haben, werden eine Unverträglichkeit nicht oder erst in sehr hohem Alter ausbilden.

Quelle: https://www.laktose-ratgeber.info/enzym-laktase/

Grundsätzlich sind weder Hund noch Katze auf eine Ergänzung von Milchprodukten im Futter angewiesen. Milchprodukte sind aber für jene Tiere, die sie gut vertragen, nicht nur eine Abwechslung, sie bieten durchaus auch Mehrwert in der Fütterung. Die in ihnen enthaltenen Pro­bio­tika (Milch­säu­re­bak­te­rien) wirken sich positiv auf die Ver­dau­ung aus­ und können zum Bei­spiel bei der Behandlung von Durch­fall hilfreich sein.

Welche Milchprodukte darf mein Tier fressen?

  • Buttermilch
  • Frischkäse
  • Hüttenkäse / Cottage Cheese
  • Joghurt
  • Käse
  • Kefir
  • Topfen
  • Sau­er­milch

Diese Produkte haben einen unterschiedlichen Gehalt an Laktose:

Ein kleines Löffelchen ab und zu on top ist sowieso kein Problem! Wenn man dem Hund jedoch regelmässig Milchprodukte füttern möchte, wird die Menge einfach von der Muskelfleischmenge abgezogen. Mehr als 5 Prozent des tierischen Anteils eines Hundes sollten sie allerdings nicht ausmachen, da wichtige Nährstoffe wie Zink, Kupfer, Eisen fehlen!

Bei Katzen sollte man Milchprodukte nur hin und wieder als Leckerei geben, da die Milchprodukte die für die Katze wichtigen fleischlichen Komponenten nicht aus der Tagesration verdrängen sollen.

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